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Zwei Wochen vor absoluter Freiheit

Aktualisiert: 12. Apr. 2023

12.4.2023

Planung, Ausrüstungsliste, Gefühle und Gedanken vor meiner Ausreise. Durch das viele und weite Wandern habe ich meinen Willen wiederentdeckt, meinen Kindheitstraum einmal um die Welt zu laufen, zu verwirklichen. Ich dachte sehr viel über die Konkretisierung und Umsetzung meines Projekts nach. Ich traf massenhaft Abklärungen mit verschiedensten Behörden, passte meine Ausrüstung meinem Vorhaben an, bereitete mich praktisch im In- und Ausland auf mein grosses Abenteuer vor. Ich traf alte Freunde, weil ich nicht wusste, ob ich sie jemals wieder sehen werde. Ich plante die Route meiner Reise und informierte mich über die Bedingungen in den jeweiligen Reiseländern. Ich verkaufte, verschenkte und spendete Grossteile meines materiellen Besitztums. Ich kündete meine Wohnung und meine Arbeit, um zukünftig in Freiheit leben zu können. Ich musste viele Entscheidungen treffen und war nun also freiwillig obdachlos.

Während des gesamten letzten Jahres bis zum heutigen Tag war es schwierig, eine Balance zwischen Arbeit, Planung und Freizeit zu finden. Ich verstand es aber, meine Heimat noch zu geniessen, bevor ich in die scheinbar endlose und mir noch weitgehend unbekannte Welt aufbrach. Ich war auf vielen kleinen und grossen Abenteuern unterwegs, um dann schlussendlich alles auf eine Karte setzen zu können. Ich wollte, meine Vorstellung Realität werden lassen und meinen langgehegten Kindheitstraum verwirklichen, zu Fuss die Welt zu umrunden, so wie es noch kein Mensch vor mir getan hatte. Es sollte mein Lebenswerk werden. Als sich der Beginn meiner Reise immer weiter näherte, wurde ich zunehmend nervöser, mir war bewusst, dass ich vieles hinter mir lassen musste, um künftig jeden Moment meines Lebens auch wirklich leben zu können., denn das Leben fand schon immer ausserhalb der Komfortzone statt. Vor meiner Abreise hatte ich gemischte Gefühle. Es war ein ständiges hin und her, ich brach oft in zwischenzeitlichen Euphorismus aus, immer wieder holte mich aber die Trauer meine Familie und Freunde zu verlassen ein. Es fiel mir schwer zu denken und trotzdem verspürte ich ein Gefühl von Freiheit, Glück, Sehnsucht, Neugier, Respekt, Demut, Ehrfurcht, aber auch Abenteuerlust. Eben diese machte mich nun fest entschlossen, in ein neues und ungewisses Kapitel meines Lebens einzutreten. In wenigen Tagen werde ich in Richtung Nordkap aufbrechen, wo meine eigentliche Reise beginnen soll. Zuerst werde ich noch gemeinsam mit meinem Bruder und meiner Mutter eine Woche verbringen und so von hier aus mit dem Auto über Kopenhagen und Malmö bis nach Stockholm gelangen. Dort verbringe ich die letzten gemeinsamen Tage mit meiner Familie. Danach geht es für sie zurück in die Schweiz und für mich mit dem Schiff weiter nach Tallinn. Von dort aus werde ich per Bus den Nationalpark Lahemaa erreichen und diesen dann in wenigen Tagen von Osten nach Westen durchschreiten. Dies dient hauptsächlich dem Praxischeck der Ausrüstung und dem Konditionsaufbau. Von da an geht es mit dem Bus zurück nach Tallinn und mit dem Schiff weiter nach Helsinki. Danach darf ich ein weiteres Mal auf den Bus umsteigen und werde es so dann irgendwann nach Inari schaffen. Dann werde ich mich auf den letzten Abschnitt meiner Reise befinden und per Bus am Nordkap eintreffen. Dort werde ich mich dann ein bis zwei Tage ausruhen, um mich mental wie auch körperlich darauf vorzubereiten, welch Herausforderung auf mich zuk0mmen wird. Schon bald gibt es mehr zu lesen!
















Zum Schluss noch die Auflistung meiner Grundausrüstung: - Rucksack (Osprey Levity 60l) - Schlafsack (ThermaRest Polarranger) - Isolationsmatte (Thermarest Neoair xlite) - Zelt (Samaya Radical 1)

- 2x Wasserfilter (Katadyn BeFree 1l) - Notkocher (Schweizer Militär) - Feuerstahl (Morakniv) - Messer (Morakniv) - Schleifstein (Morakniv) - Geschirr und Göffel (Light my fire) - Satellitentelefon, GPS-Gerät (Garmin inReach Mini 2) - Kamera (Insta360 one x2)

- Smartphone (Samsung Galaxy S23 Ultra)

- Stirnlampe (Petzl Swift RL 900lm) - Powerbank(SiStech Set Solarflex 10W + Tesla Outdoor Powerbank) - Ladekabel (zugehörig zu den jeweiligen Produkten) - Regenmantel (No Brand) - Regenhose (No Brand) - Funktionsunterwäsche (Icebreaker Merino 200)

- Fleecejacke (No Brand) - Daunenjacke (Napapijri)

- 2x Unterhose (No Brand) - 2x Socken (No Brand) - 2x Outdoorhosen (Forclaz) - 2x Baumwolloberteil mit Kapuze (No Brand) - Hygieneartikel (Mikrofasertuch, WC-Papier, Zahnbürste, Zahnpasta, Seife, Rasierer, Nagelschere) -. 1. Hilfe Set (Basisinhalt + Blatternpflaster, Aspirin, Dafalgan, Salbe)


Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. Irgendwann wacht man auf und wird keine Zeit mehr für die Dinge haben, die man tun wollte, also sollte man sie jetzt tun. Du möchtest mich unterstützen? CH07 0076 1502 5100 6200 2 Ich bin sehr dankbar für alles.


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